Kantonalturnfest Aargau in Brugg/Windisch vom 24.-26. Juni 2011 PDF Drucken
Geschrieben von: Thomas Graf   
Samstag, den 30. Juli 2011 um 20:42 Uhr

Die  Riege Fit for Fun besuchte das Turnfest in Brugg und sammelte wertvolle Erfahrungen. Eine der wichtigsten Eckpfeiler des Turnvereins wurde gepflegt: die Geselligkeit.

Noch im alten Jahr fragte Dominique  an einem Montag in der Halle, wer an einem Turnfest mitmachen möchte: es stünden die Fachteste Allround und Korbball, sowie diverse Leichtathletik-Disziplinen zu Auswahl. Zuerst meldeten sich nur eine kleine Handvoll Personen. Durch viele Gespräche konnten am Schluss doch noch zehn Personen überzeugt werden, dass dieser Anlass eine tolle Sache ist.

Ab Januar wurde dann für die Turnfestteilnehmenden das Training vom 21:00 bis um 21:45 verlängert. Da ich aus zahlreichen Turnfestbesuchen mit dem TV Kleinhüningen die Fachtest schon kannte, schulte ich alle in diesen, zuerst im Allround, später im Korbball, bis das Leiterteam diese Erläuterungen übernehmen konnte.

Fachteste bestehen aus drei Disziplinen, deren Ablauf vom STV genau vorgegeben wurde. Bei allen Disziplinen muss immer wieder die Position gewechselt werden. Sie dauern 90 Sekunden oder drei Minuten.

Im Allround müssen immer drei Personen einen Rubgy-Ball zuschicken, dies auf kurze und lange Distanz, einmal sogar einen Reifen. Bei der zweiten Disziplin müssen mit Coppa-Schläger (Holzbrett­chen, die auf der flachen Hand getragen werden) Tennisbälle geschlagen werden. Eine Person schickt einer anderen auf kurze Distanz den Tennisball mit der freien Hand zu, diese schlägt ihn mit dem Coppa-Schläger zum Fänger, der weit hinten im Feld steht. Dieser läuft dann zur Wurfposition. Die anderen beiden wechseln zur nächsten Position. Die dritte Disziplin besteht aus sechs Personen, die einander mit einem Beachvolleyball-Schläger ein kleines, farbiges Bällchen zuspielen und danach immer die Position wechseln.

Die erste Disziplin im Fachtest Korbball prüft, ob auf zwei verschiedene Distanzen (zwei und vier Meter) unter Druck (nach einem kurzen Lauf) der Korb getroffen wird. Wird nur die Korbumrandung getroffen, können zwei Mitspieler den Ball fangen und so einen Rebound-Punkt holen. Bei der zweiten Disziplin wird der Doppelpass vor dem Korb geübt sowie natürlich, ob der Korb getroffen wird. Die dritte Disziplin ist eine komplizierte Pass- und Laufabfolge, bei der sechs Personen beteiligt sind. Natürlich wird nach den Korbballregeln gepasst und geworfen, d. h. es werden Punkte abgezogen bei Doppelfang und Körper.

Nach den Ostern verlegten wir dann das ganze Training auf die Schützenmatte, wo wir dann bis das Flutlicht beim benachbarten Tennisplatz abgestellt wurde (ca. um 22:15) fleissig trainierten.

Zusätzlich zu den Fachtests meldete uns Dominique noch an die Pendelstafette über 80 Meter an. Der Wechsel in der Zone liess und das Leiterteam in jedem Training üben.

Da wir im Beachball am meisten Mühe mit der Technik und dem Übungsablauf hatten, trainierten wir jeden Montag auch diese Disziplin. Knifflig war die richtige Besetzung der sechs Ausgangsposten: Wer spielt wem zu. Nicht alle Varianten waren erfolgreich.

Da die drei Stunden Training immer noch nicht reichten, um alle Disziplinen zu üben, wurden noch der Mittwoch als Trainingstag auserkoren. Nicht alle konnten aber mittwochs auf die Schützenmatte kommen.

Im Juni besuchten unsere Leiter Marco, Matthias und Dominique einen Kampfrichterkurs. Jeder Verein, der am Turnfest mitmacht, muss Kampfrichter stellen. Da sich niemand aus den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt hatte, mussten die Leiter der Riege diesen Kurs besuchen. Der positive Effekt war, dass sie in den darauf­folgenden Trainings auch Detail­fragen beantworten konnten.

Am Freitag, 24. Juni fuhren dann die Leiter nach Brugg, um dort in den Fachtests als Kampfrichter zu wirken. Im Namen aller Telnehmenden danke ich den drei für Ihren Einsatz, ohne diesen wir nicht am Turnfest teilnehmen konnten.

Am Samstag trafen wir uns dann bei der Anmeldung am Turnfest. Das Wetter war schön. Die Organisatoren verteilten Sonnencrème. Trotzdem holten einige an einigen Stellen einen Sonnenbrand.

Zuerst beobachteten wir die Wettkampfanlage und wie andere diese Fachtests absolvierten.

Viele Angehörige waren uns unterstützen gekommen. Besonders gefreut hat uns, dass die TK-Präsidentin des TV BS uns besuchte!

Als erstes mussten wir den Fachtest Allround absolvieren. Schon bald zeigte, sich, dass die Nervosität sehr gross war, passierten doch Fehler, die im Training nie passiert waren. Dass einige Personen den Ablauf der Disziplinen nicht mehr kannten, gründete aber auch daran, dass diese Disziplinen primär mittwochs geübt wurden; wie vorher geschildert, konnten aber nicht alle an diesen Trainings teilnehmen. Im Beachball brillierten wir aber: die Kampfrichterin teilte uns mit, dass wir zu den Besten gehören würden.

Im Fachtest Korbball versagten mir die Nerven: obwohl ich in den Trainings am Montag und beim TV Kleinhüningen bei der ersten Disziplin die Bälle reihenweise im Korb versorgte, traf ich am Turnfest nur zirka drei Mal! Andere waren zum Glück besser. Vor der dritten Disziplin teilte uns die Kampfrichterin mit, dass wir einfach zu häufig die Zonenlinie übertreten würden; wir sollen doch darauf achten. Sie stand zirka 10 Meter neben Dominique, der in der Zone stand. Sie meinte, dass dieser schon auf der Linien stehen würde. Sie sah es so, es war aber falsch, er berührte die Linie nicht. Die verdeutlicht wieder einmal, dass die Position der Kampfrichter entscheidend ist! Trotz Abzüge, gehörten wir in der dritten Disziplin zu den besten.

Die Pendelstafette rundete unser sportliches Programm ab. Wir traten im Stadion vom FC Brugg auf der Tartanbahn gegen eine viel grössere und athlererische Mannschaft auf. Wir schlugen uns aber gut, die Wechsel klappten zufriedenstellen.

Nach Abschluss der Wettkämpfe widmeten wir uns dem Geselligen. Die erste Runde ging auf Michel und Joelle, die freudig verkündeten, dass sie in einigen Monaten Nachwuchs erwarten. Nach dem Nachtessen schlenderten wir gemütlich durch das Festgelände, das auf der Aareinsel lag.  Live-Musik begeisterte uns und wir tanzten dazu. Die werdenden Eltern verliessen uns schon um zehn Uhr. Pascal und ich verabschiedeten uns um Mitternacht. Ich war überglücklich, wieder ein wunderbares Turnfest mit tollen Leuten erlebt zu haben.

Am darauffolgenden Montag erzählten die anderen, dass sie noch einige Stunden weitergefestet hatten.

Ich möchte dem Leiterteam für die gute Vorbereitung, Dominique für die administrative Organisation danken.

Ach ja: Wir wurden nicht mal Letzte!!! Die Rangliste und viele Fotos von Fränzi, Joelle, Ingrid und Bernhard sind auf unserer Homepage abrufbar.

 
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